Bereich der Unterstützung einer erfolgreichen Integration und Migration:

  • persönliche Fallberatung/soziale Beratung und Begleitung in allen Lebenslagen für Menschen mit (und ohne) Migrationshintergrund
  • Förderung der Eingliederung, Integration und Bildung von Aussiedlern, Sprachförderung für Migrantenfamilien, Kurse für Kinder
  • Unterstützung durch Beratung und Hilfe für eine erfolgreiche Stärkung der eigenen Ressourcen mit dem Ziel der Integration in den deutschen Arbeitsmarkt
  • Unterstützung zum Einstieg bzw. Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt, hier auch in Kooperation mit anderen Vereinen und anderen Institutionen
  • Hilfe bei Behördengängen, Vertragsabschlüssen zur Eingliederung und Integration durch dolmetschende Unterstützung
  • Vermittlung in weiterführende Kurse zur Findung und Unterstützung der Sprachkompetenz
  • Hilfe und Beratung zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse, Organisation und Prüfung dazu bzw. Weitervermittlung, hier auch Kommunikation bei Sprachbarrieren und Unterstützung bei Behördengängen
  • Mitarbeit im Arbeitskreis Integration des Stadtbezirks Pankow von Berlin

Die Bereiche unseres Engagements fließen oft ineinander und ergänzen sich durch unsere Arbeit.

Wir arbeiten beratend unentgeltlich und ehrenamtlich.

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Migration: In jedem anderen Land sind wir die Fremden

Es ist schwierig, sich in die “neue” Heimat zu integrieren, da es so viele Unterschiede zu dem zuvor gelebten Leben gibt.
Es gilt eine neue Sprache zu lernen und die Denkweise des Landes zu verstehen. Religiöse Unterschiede und Glaubenskonflikte können auftreten.
Mitunter kann die Notwendigkeit bestehen, sich beruflich umzuorientieren, bzw. die bereits bestandenen Prüfungen anerkennen zu lassen oder diese, nach in Deutschland anerkannten Regeln, nochmals abzulegen.

Behördenbesuche gehören auf diesem Weg zum Alltäglichen. Für viele Migranten wird der Traum von einem besseren Leben in Deutschland bereits bald nach ihrer Ankunft hier zum Kampf. Einerseits ist da die Trauer um die verlassene Heimat, das Gefühl der Heimatlosigkeit und des Verlassenseins in der Fremde, andererseits beruht es auf dem Verlust des Gewohnten. Freunde blieben zurück, das zuvor durchlebte System bietet keine Sicherheit mehr. Der Wechsel sozialer und moralischer Orientierungspunkte erschwert die Integration in das neue Umfeld zusätzlich. Mitgebrachte Lebenserfahrungen und Gewohnheiten, die ganze bisherige Lebensweise, stimmen nicht mit den hiesigen Gebräuchen überein.

Zu den daraus resultierenden Problemen zählt oft eine innere Zerrüttung der Familien, beruhend auf gegenseitigen Kommunikationsproblemen. Bedingt durch den Verlust der sprachlichen Kultur der eigentlichen Muttersprache der Migranten, der eigenen und noch gravierender dem der nachfolgenden Generationen der migrierten Kinder und dem Wachsen in die neue fremde Sprache gibt es Unmut und Missverständnisse innerhalb der Familien, ein Unverständnis der Eltern ihren Kindern gegenüber, die nicht mehr authentisch in der Muttersprache der Eltern reden können. Es entsteht eine Kommunikationsbarriere zwischen den Generationen.

Die tägliche Auseinandersetzung mit allerlei unbekannten “Banalitäten” bestimmt den neuen Lebensweg. Ängste vor Alltagssituationen können eine Folge sein, selbst der Weg zum Briefkasten stellt für manchen eine unüberwindbare Herausforderung dar, da ständig mit Post gerechnet werden muss, die mangels Verständnis selten ausreichend beantwortet werden kann, da Briefe und deren Inhalte nicht gelesen und erfasst werden können. Diese Kommunikationslücken sorgen häufig für gravierende Orientierungs- und Hilflosigkeit. Im Ergebnis stagniert der Mensch von Ängsten beherrscht und alles scheint unlösbar. Bedauerliche Versehen oder Missverständnisse in Folge der Unkenntnis der Regeln und Maßgaben, die hier zu befolgen sind, können durch das Angebot kompetenter Hilfe vermieden werden.

Um diese Form der Hilfe anbieten zu können, wurde dieser Verein ursprünglich gegründet. Die inzwischen gemachten Erfahrungen in der Beratung und Betreuung von Migranten haben aufgezeigt, dass weitere Hilfestellungen angeboten werden müssen, welche auf die individuellen Problemlagen und Bedürfnisse der Aussiedler abgestimmt sind. Auch weiterreichend fördernde Maßnahmen für diese Menschen werden dringend benötigt und müssen unbedingt aufgezeigt werden.

So ist aus der Vergangenheit, von Menschen die es “am eigenen Leibe erfahren haben”, die Idee entstanden, entwickelt und umgesetzt worden, einen Verein zu gründen, der lichtbringend, schutzbietend und wegweisend ist (“Ein Lichtstrahl im finsteren Reich”, Erzählung, Nikolai Alexandrowitsch Dobroljubow, 1836 – 1861).

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